Beckenbodenstuhl: Ablauf, Kosten und Sicherheit im Überblick

Wenn der Beckenboden schwächelt, merken es viele Menschen zuerst im Alltag: beim Husten, beim Joggen, beim Lachen oder einfach beim Aufstehen. Der Beckenbodenstuhl ist eine Möglichkeit, diese Muskulatur gezielt zu aktivieren, ohne Nadeln, ohne Operation und vollständig bekleidet. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie die Behandlung funktioniert, für wen sie infrage kommt, wie eine Sitzung abläuft und was Sie zu den Kosten wissen sollten.

Was ist ein Beckenbodenstuhl und wie wirkt die Magnetfeldtherapie?

Ein Beckenbodenstuhl ist ein spezielles Sitzgerät, das mit elektromagnetischer Stimulation arbeitet. Statt aktiv Übungen auszuführen, setzen Sie sich einfach bekleidet auf den Stuhl. Ein Magnetfeld durchdringt das Gewebe und löst dabei unwillkürliche Kontraktionen der Beckenbodenmuskulatur aus, ähnlich wie bei einem intensiven, aber sanften Training. Pro Sitzung kommen dabei über 12.000 Muskelkontraktionen zusammen, deutlich mehr, als sich mit eigenständigen Übungen in derselben Zeit ansteuern lässt.

Nach dem Anwendungsprinzip erreicht das Magnetfeld auch tiefer liegende Muskelschichten, die bei eigenständigen Übungen oft schwerer gezielt anzusteuern sind. Die Kontraktionen können sich zunächst ungewohnt anfühlen, werden aber meist nicht als unangenehm empfunden.

Beratung zum Beckenbodenstuhl bei kerngesund in Dessau

Für wen ist der Beckenbodenstuhl geeignet?

Der Beckenboden ist bei Frauen und Männern gleichermaßen wichtig für Kontinenz, Haltung und die Stabilität des Beckens. Entsprechend richtet sich die Anwendung an beide Geschlechter, wenn auch mit unterschiedlichen Ausgangssituationen.

Frauen

Bei Frauen sind es häufig Schwangerschaft, Geburt oder die Wechseljahre, die den Beckenboden belasten. Wer sich nach der Geburt wieder mehr Sicherheit im Alltag wünscht, findet dazu ausführliche Informationen in unserem Beitrag Beckenboden nach der Geburt stärken. Auch in den Wechseljahren verändert sich das Gewebe hormonell bedingt, was sich bei manchen Frauen als Blasenschwäche bemerkbar macht. Warum Einlagen hier oft nur ein Behelf sind, lesen Sie im Artikel Blasenschwäche in den Wechseljahren.

Männer

Auch bei Männern spielt der Beckenboden eine größere Rolle, als vielen bewusst ist, etwa nach Operationen im Beckenbereich oder einfach mit zunehmendem Alter. Mehr dazu, wie ein trainierter Beckenboden auch die Lebensqualität von Männern unterstützen kann, finden Sie unter Beckenboden und Männergesundheit.

Typische Alltagssituationen, in denen Interessierte den Beckenbodenstuhl in Betracht ziehen, sind ein Gefühl von Instabilität im unteren Rücken, ungewolltes Wasserlassen bei Belastung oder der Wunsch, die Muskulatur nach einer längeren Pause wieder gezielt aufzubauen. Eine individuelle Beratung im Vorfeld hilft dabei einzuschätzen, ob die Anwendung zur persönlichen Situation passt.

Ablauf einer Sitzung

Eine Sitzung auf dem Beckenbodenstuhl ist unkompliziert und dauert 28 Minuten. Sie bleiben dabei vollständig bekleidet und nehmen einfach auf dem Stuhl Platz. Es sind keine Nadeln im Einsatz, es handelt sich um keinen operativen Eingriff, und die Behandlung verursacht keine Schmerzen. Während der Sitzung spüren Sie die rhythmischen Kontraktionen der Beckenbodenmuskulatur. Nach der Sitzung können Sie direkt Ihrem Alltag nachgehen, es ist keine Erholungszeit nötig.

Wie oft und wie viele Sitzungen sind sinnvoll?

Wie bei jedem Muskeltraining braucht auch der Beckenboden Wiederholung, um sich nachhaltig zu verändern. Wie viele Sitzungen im Einzelfall sinnvoll sind, hängt von der individuellen Ausgangslage, den persönlichen Zielen und der bisherigen Beckenbodengesundheit ab. Aus diesem Grund legen wir die Anzahl und den zeitlichen Abstand der Sitzungen erst nach einem persönlichen Gespräch fest, in dem wir Ihre Situation gemeinsam einordnen. Eine kostenlose Probesitzung ist dafür ein guter erster Schritt, sie gibt Ihnen ein Gefühl für die Behandlung, bevor Sie sich für einen Anwendungsplan entscheiden.

Mann sitzt bekleidet auf dem Beckenbodenstuhl während einer Anwendung

Nebenwirkungen und Sicherheit

Die elektromagnetische Stimulation über den Beckenbodenstuhl gilt als gut verträglich. Da keine Nadeln zum Einsatz kommen und kein Eingriff in den Körper stattfindet, bleibt das Risiko für Nebenwirkungen gering. Wie bei jeder Anwendung, die mit elektromagnetischen Feldern arbeitet, gibt es dennoch Situationen, in denen von einer Behandlung abzusehen ist, etwa bei bestimmten Implantaten wie Herzschrittmachern, während einer Schwangerschaft oder bei bestimmten Vorerkrankungen. Sprechen Sie diese Punkte in jedem Fall vorab in einem persönlichen Beratungsgespräch an, damit wir gemeinsam abklären können, ob die Anwendung für Sie geeignet ist. Ein Ersatz für eine ärztliche Diagnostik ist die Behandlung nicht, bei bestehenden Beschwerden empfehlen wir zusätzlich die Abklärung bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Kosten und Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Der Beckenbodenstuhl ist derzeit eine Selbstzahlerleistung und wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Konkrete Preise nennen wir bewusst nicht pauschal im Text, da sie sich nach dem individuellen Anwendungsplan richten. Am besten besprechen Sie die Kosten in einem persönlichen Beratungsgespräch, in dem wir auch gleich klären, wie viele Sitzungen für Ihr Anliegen sinnvoll sind. Einen unverbindlichen ersten Eindruck erhalten Sie in unserer kostenlosen Probesitzung.

Sie möchten den Beckenbodenstuhl unverbindlich kennenlernen? Vereinbaren Sie hier Ihre kostenlose Probesitzung und lassen Sie sich in Ruhe zu Ablauf und Kosten beraten.

Erfahrungen von Anwenderinnen und Anwendern

Rückmeldungen aus der Praxis fallen bei vielen ähnlich aus: Der ungewohnte Teil ist meist nicht die Sitzung selbst, sondern die Vorstellung davon. Nach mehreren Sitzungen beschreiben manche Anwenderinnen ein gesteigertes Körpergefühl im Beckenbereich, andere nehmen den Alltag als etwas sicherer wahr, etwa beim Sport oder beim Husten und Niesen. Solche Erfahrungen sind individuell und lassen sich nicht verallgemeinern, sie ersetzen keine medizinische Einschätzung. Ein persönliches Gespräch vorab hilft, realistische Erwartungen für die eigene Situation zu entwickeln.

Beckenbodenstuhl im Vergleich: eigenes Training oder EMS?

Klassisches Beckenbodentraining in Eigenregie bleibt ein wichtiger Baustein für die Muskulatur und lässt sich gut mit anderen Methoden kombinieren. Der Unterschied zum Beckenbodenstuhl liegt vor allem darin, wie die Muskulatur angesteuert wird: Während Sie bei eigenständigen Übungen aktiv die richtige Anspannung finden müssen, was gerade am Anfang nicht immer leichtfällt, übernimmt die elektromagnetische Stimulation diese Ansteuerung von außen.

Auch EMS-Training (elektrische Muskelstimulation) wird gelegentlich mit dem Beckenbodenstuhl verglichen. Beide Verfahren arbeiten mit äußeren Reizen, unterscheiden sich aber in Technik und Anwendungsbereich. Welche Methode oder Kombination für Sie sinnvoll ist, besprechen wir am besten im persönlichen Gespräch, denn das hängt von Ihrer Ausgangssituation und Ihren Zielen ab. Häufig ergänzen sich eigenständiges Training und die Behandlung auf dem Beckenbodenstuhl gut, statt sich gegenseitig zu ersetzen.

Beckenbodenstuhl in Dessau bei kerngesund

Bei kerngesund in Dessau-Roßlau finden Sie den Beckenbodenstuhl an zentraler Lage in der Elisabethstraße 25, direkt am Tivoli. Vor Ort nehmen wir uns Zeit für ein persönliches Gespräch, in dem wir gemeinsam schauen, ob und wie die Behandlung zu Ihrer Situation passt. Ob Sie nach einer Geburt wieder mehr Sicherheit im Alltag suchen, die Wechseljahre spüren oder als Mann Ihren Beckenboden gezielt stärken möchten, wir hören uns Ihr Anliegen in Ruhe an.

Rufen Sie uns gerne unter 0340 2106298 an oder vereinbaren Sie online Ihre kostenlose Probesitzung, um den Beckenbodenstuhl unverbindlich kennenzulernen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Sitzung auf dem Beckenbodenstuhl?

Der Beckenbodenstuhl ist eine Selbstzahlerleistung. Konkrete Preise besprechen wir individuell im persönlichen Beratungsgespräch, da sich der Anwendungsplan nach Ihrer Situation richtet. In der kostenlosen Probesitzung erhalten Sie dazu alle Informationen.

Gibt es Nebenwirkungen?

Die Behandlung gilt als gut verträglich, es kommen keine Nadeln zum Einsatz und es findet kein operativer Eingriff statt. In bestimmten Fällen, etwa bei Herzschrittmachern, während einer Schwangerschaft oder bei bestimmten Vorerkrankungen, ist von der Anwendung abzusehen. Klären Sie dies vorab im persönlichen Gespräch mit uns.

Wie oft sollte ich den Beckenbodenstuhl nutzen?

Das hängt von Ihrer individuellen Ausgangslage und Ihren Zielen ab. Einen passenden Anwendungsplan besprechen wir gemeinsam nach einem persönlichen Beratungsgespräch, oft beginnend mit einer kostenlosen Probesitzung.

Zahlt die Krankenkasse den Beckenbodenstuhl?

Nein, die Behandlung wird derzeit nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und ist eine reine Selbstzahlerleistung.

Wie läuft eine Sitzung ab?

Sie bleiben vollständig bekleidet und setzen sich auf den Beckenbodenstuhl. Eine Sitzung dauert 28 Minuten, ist schmerzfrei und löst über 12.000 Muskelkontraktionen der Beckenbodenmuskulatur aus.

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